Als natürlicher Mittelpunkt der ländlichen Umgebung schloss sich die Stadt Schüttorf – älteste Stadt der Grafschaft Bentheim – im Zuge der Gebietsreform 1971 mit den Gemeinden Engden, Isterberg, Ohne, Quendorf, Samern und Suddendorf zu einer Samtgemeinde zusammen.

Das einheitlich verwaltete Wirtschaftsgebiet Stadt und Land umfasst ein Gesamtareal von 13.306 ha mit über 16.000 Einwohnern. Als zentraler Ort erfüllt Schüttorf eine wichtige Funktion in der Ausgestaltung und Erhaltung von Gemeinschaftsaufgaben. Neben einem Schulkindergarten gibt es einen kommunalen Kindergarten sowie Kindergärten in der Trägerschaft der ev.-ref. Kirche und des Deutschen Roten Kreuzes. In der Samtgemeinde Schüttorf sindmehrere Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule und eine Schule für Lernbehinderte vorhanden. Gymnasien befinden sich in den nahe gelegenen Städten Bad Bentheim, Nordhorn, Rheine und Ochtrup.

Ein zentral gelegenes Freibad, ein Hallenbad, Sport und Turnhallen, Sportplätze, Tennisanlagen, Reithallen u. a. bieten vielfältige Möglichkeiten des Ausgleichs. Ein ca. 130.000 m2 großer Bade- und Freizeitsee findet besonderen Zuspruch. Weitreichende Grünflächen, die waldreiche Umgebung und ein 35 m hoher Aussichtsturm im Bereich des Naturfelsens Isterberg laden zu Spaziergängen,Radtouren und zur Erholung ein.


Der 81 m hohe, 1535 vollendete Turm der evangelischreformierten Kirche – der „Schüttorfer Riese“ – bildet zusammen mit dem Turm der katholischen Marienkirche und den steil aufragenden Schloten der Textilfabriken die weithin sichtbare Silhouette der einstigen Vechtesiedlung Schuttorpe, die bereits 1154 in der Stiftungsurkunde des Klosters Wietmarschen erwähnt wird. Die 1295 vom Grafen Egbert von Bentheim verliehenen Stadtrechte machen Schüttorf zur ältesten Stadt der Grafschaft Bentheim. Wichtige Hoheitsrechte und Privilegien, wie eigene Gerichtsbarkeit, ergänzten die Stadtrechte in der Folgezeit. Mit den Vorrechten übernahm die Stadt die Verpflichtung, starke Verteidigungsanlagen zu schaffen, an deren einstige Größe die heute noch in Resten erhaltene Stadtmauer erinnert. Die Funktion als wichtiger Warenumschlagplatz führte die damalige Hansestadt Schüttorf im Mittelalter zu wirtschaftlichem Wohlstand. Große Bauten, wie das alte Rathaus und die evangelisch-reformierte Kirche, legen Zeugnis davon ab.


Die Vechte, einst Lebensnerv der Stadt, hat ihre Bedeutung als Handelsweg längst an andere Verkehrsträger abgetreten. Im 19. Jahrhundert bekam der Fluss als Wasserlieferant für die Textilindustrie eine neue Aufgabe. Dieser Industriezweig entwickelte sich schnell und ist bis heute ein bedeutsamer Erwerbsbereich der Bevölkerung. Daneben entstanden eine Nahrungsmittelindustrie, die besonders durch die Schinkenfabrikation nach westfälischer Art sehr bekannt wurde, und als dritter wesentlicher Produktionszweig ein elektrotechnischer Betrieb.



Später konnte das Arbeitsplatzangebot u.a. durch ein Kunststoffwerk, Betriebe der papierverarbeitenden Industrie, eine Bauelementefabrik, ein Unternehmen für Landund Fütterungstechnik, einen Sanitärgroßhandel und Betriebe der Metallverarbeitung weiter vergrößert werden. Neu sind das Zollamt Schüttorf und Europas größtes Wellpappe-Formatwerk. Die verkehrsgünstige Lage macht Schüttorf seit langem für Speditions- und Logistikbetriebe interessant. Ziegeleien, Hoch- und Tiefbauunternehmen, Groß- und Einzelhandelsunternehmen sowie Handwerksbetriebe verschiedener Art vervollständigen die breite Wirtschaftsstruktur.


Hauptverkehrsadern sind heute die Bahnstrecke Hannover - Osnabrück - Amsterdam und die parallel verlaufende Autobahn A 30. Die direkte Verbindung des rund 125 ha großen Industriegebietes über die Anschlussstelle Nr. 4 der A30, das Kreuz Schüttorf und die Anschlussstelle Nr. 28 der A31 werden die Stadt als Industriestandort zukünftig noch interessanter machen. Die Stadtwerke Schüttorf GmbH liefert umweltfreundliche Energie (Strom und Gas), Wasser liefert der Trinkund Abwasserverband Bad Bentheim, Schüttorf, Salzbergen und Emsbüren (TAV) mit Sitz in Schüttorf. Eine leistungsstarke Kläranlage sorgt für die Reinigung der industriellen und häuslichen Abwässer.


Die Besiedlung, einst durch die wuchtige Stadtmauer auf einen kleinen Raum begrenzt, weitete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts rasch aus. Die Einwohnerzahl stieg von 963 im Jahre 1788 bis zum Beginn des 2. Weltkrieges auf 5.548, sank während des Krieges auf 4.953, schnellte danach in den ersten Jahren steil nach oben und beträgt derzeit über 12.000.

Der soziale Wohnungsbau wurde nach dem Ende des Weltkrieges entscheidend von der Tätigkeit der Gemeinnützigen Baugesellschaft mbH Schüttorf vorangetrieben.
Die insgesamt 266 Wohnungen und Eigenheime wurden überwiegend in das Eigentum der Interessenten übertragen.

Ende der 1970er Jahre begann die Niedersächsische Landgesellschaft mit der Errichtung einer sogenannten „Friedlandsiedlung“. Dort befinden sich in 48 Häusern knapp 100 familiengerechte Wohnungen für Spätaussiedler. Das von einem gepflegten Garten umgebene Einfamilienhaus wurde zur charakteristischen Wohnform der Bürger.

Im Stadtzentrum dominiert neben dem „Schüttorfer Riesen“ bis heute das im 15. Jahrhundert aus Bentheimer Sandstein erbaute Rathaus, das in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges bis auf die Umfassungsmauern zerstört und 1950 imalten Stil wiederhergestellt wurde. Ein 1971 errichteter moderner Verwaltungsneubau wurde so angepasst, dass er dem alten Gebäude nichts von seiner Würde nimmt.



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Vielen Dank der Bartsch & Frauenheim Werbeagentur GmbH für die kostenlose Bereitstellung als PDF Datei.



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